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Basel Area geht einzigartigen Weg

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Basel Area geht einzigartigen Weg

05.07.2021

Basel Area Business & Innovation ist sowohl für die Standort- als auch die Innovationsförderung zuständig. Dieser schweizweit einzigartige Ansatz ist sehr erfolgreich, wie Domenico Scala in einem Mediengespräch sagt. Der Präsident von Basel Area Business & Innovation spricht auch über Zukunftstechnologien wie digitale Gesundheit und mRNA.

Domenico Scala, Verwaltungsratspräsident Basel Area Business & Innovation

Die Basel Area ist der wichtigste Life Sciences-Standort in Europa, wie es in einem Interview der „Handelszeitung“ mit Domenico Scala heisst. Daran trägt Basel Area Business & Innovation, die Agentur für Standortpromotion und Innovationsförderung, grossen Anteil. Sie verfolgt bei ihrer Arbeit einen schweizweit einzigartigen Ansatz, die Verbindung von Standort- und Innovationsförderung. Das Modell funktioniert laut Scala „sehr gut. So können wir Firmen während der Ansiedlung aktiv ins Ökosystem einbetten.“

Scala zeigt dabei auch auf, dass sich die Region bei der Forschung noch nicht einmal vor dem Life Sciences-Cluster rund um Boston verstecken muss. Dazu würden einerseits die Universität Basel und das Universitätsspital beitragen. „Das Basler Biozentrum zählt zu den weltweit führenden Zentren für biomedizinische Grundlagenforschung. Wir haben einen Ableger der ETH Zürich, das Departement Biosysteme, und wir haben mehrere Fachhochschulen.“ Scala nennt weiter das Friedrich Miescher Institute und die Forschungseinrichtungen von Novartis und Roche. „In unserer Region sind gegen 1000 Forschungsgruppen tätig. Die kritische Masse ist also sehr wohl vorhanden.“

Damit der Standort auch in Zukunft stark bleibt, ist ein Engagement in richtungsweisenden Bereichen notwendig. Laut Scala ist einer davon die Digitalisierung des Gesundheitswesens. „Da sind andere weiter, nicht nur die USA, sondern auch europäische Länder wie Finnland und Dänemark. Da muss wirklich etwas passieren.“ Basel Area Business & Innovation geht hierbei bereits mit einer eigenen Initiative voran. Auch die mRNA sei „eine wichtige Zukunftstechnologie“. Diese wird vom Bund mit 50 Millionen Franken gefördert. Scala hält es allerdings für problematisch, wenn Einzelprojekte finanziert werden. Stattdessen würde er sich eine Beteiligung der Pensionskassen bei der Finanzierung von Start-ups wünschen. „Bis jetzt werden nur wenige Promille der Pensionskassengelder in Risikokapital investiert. Das muss sich ändern. Das Geld ist vorhanden, wir müssen nur dafür sorgen, dass es richtig investiert wird.“

Aus dem Interview, das Seraina Ursina Gross von der «Handelszeitung» mit Domenico Scala führte:

Die Life Sciences sind eine Zukunftsbranche und wir schöpfen unser Potenzial noch lange nicht aus. Es gibt ja die Skeptiker, die sagen, wir haben ein Klumpenrisiko.

Das sehen Sie anders.

Wenn, dann ist es eine Klumpenchance. Healthcare ist die Wachstumsbranche schlechthin. Allein schon wegen der demografischen Entwicklung bei uns, der Zunahme des Mittelstands in Entwicklungsländern und des technologischen Fortschritts. Wir befinden uns in einem Superzyklus. Ob Basel, Zürich, Zug oder auch Lausanne mit der ETH, spielt da keine Rolle. Klar gibt es in einem föderalen System immer eine gewisse Konkurrenz um Arbeitsplätze und Talente. Alle kämpfen um ihre Steuerbasis. Und das soll auch so sein. Aber grundsätzlich ist es gut, dass wir mehrere Standorte haben. Das macht uns stärker im globalen Wettbewerb.

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