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Industrie 4.0-Projekte gesucht

10.06.2020

Die dritte i4Challenge von Basel Area Business & Innovation ist eröffnet. Firmen und Hochschulen können nun ihre Industrie 4.0-Lösungen einreichen. Den Gewinnern winken einzigartige Fördermittel sowie eine Standortbestimmung für ihr Industrie 4.0-Vorhaben. Ein Interview mit Albert Hilber, Manager Upper Rhine, Industrial Transformation bei Basel Area Business & Innovation.

Jahresbericht 2019

Auch dieses Jahr sucht die i4Challenge neuartige Lösungen im Bereich Industrie 4.0. Wie würden Sie diese Challenge charakterisieren?

In der sich ständig verändernden technologischen Welt reicht die Produktion allein nicht aus. Die Unternehmen sind ständig gefordert, mit weniger Ressourcen mehr Produkte zu geringeren Kosten zu produzieren und gleichzeitig die Belastung für die Umwelt zu verringern. Um diese komplexe Gleichung zu lösen, sind kompetente Fachkräfte und vielversprechende neue Technologien wie Robotik und die Vernetzung von Maschinen sowie ein Überdenken bestehender Verfahrensweisen und Geschäftsprozesse gefragt. Das wollen wir fördern.

Mit der i4Challenge.

Ja, deswegen haben wir vor drei Jahren die i4Challenge ins Leben gerufen. Die i4Challenge ist ein Programm für KMU, Startups und Entwicklungsprojekte, die sich auf innovative Lösungen, neue Ansätze und Produkte oder Dienstleistungen der nächsten Generation für den industriellen Wandel konzentrieren. Basel Area Business & Innovation bietet ein unterstützendes Ökosystem, um den Übergang der produzierenden Industrie zu intelligenten Technologien und nachhaltigen Produktionsmethoden zu bewältigen. Die Industrie und die Produktion brauchen mehr innovative, effiziente Lösungen für ihre Transformation.

Welche Arten von Lösungen werden gesucht?

Wir fördern innovative und nachhaltige Industrie 4.0-Projekte aus der Schweiz und der Oberrheinregion. Diese Projekte können verschiedene Themen rund um Industrie 4.0 abdecken, etwa kundenzentrierte Innovationen, digitale Transformation oder die digitale Fabrik, also die Smart Factory. Auch Informationstechnologie, digitale Business Transformation, Robotics, Internet of Things, AI, VR oder AR sind spannende Themen mit einem grossen Potenzial für die digitale Transformation.

Bedingung für Bewerber

 

Wer kann sich für den Award bewerben?

Bewerben können sich Fachhochschulen und Universitäten, studentische Projekte, Spin-offs, R&D-Projekte in Unternehmen sowie Startups und KMU aus der Schweiz, aus dem Elsass und aus Baden-Württemberg. Einzige Bedingung: Die Bewerberinnen und Bewerber müssen einen Prototyp oder ein Produkt vorführen können.

Die i4Challenge wird bereits zum dritten Mal ausgetragen. Hat sich in diesen Jahren bereits etwas verändert an der Challenge und wird es dieses Jahr Neuerungen geben zum Vorjahr?

Im Gegensatz zum Jahr 2019 bewerten wir KMU und Startups getrennt. Zudem haben wir in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Jura einen Wettbewerb für «New Ideas» kreiert. Dieser richtet sich speziell an innovative, nachhaltige Projekte zum Thema Industrie 4.0, Digitalisierung und digitale Transformation. Auch wer mit einer guten Idee noch ganz am Anfang steht und die Bedürfnisse der Industrie gut kennt, kann in dieser Kategorie teilnehmen.

Award-Gewinn: Wertvolles Netzwerk und Mentoring


Was dürfen die Gewinner erwarten?

Wer in der Kategorie «New Ideas» gewinnt, kann nicht nur unser Netzwerk nutzen, sondern erhält auch bevorzugten Zugang zum wertvollen Netzwerk und zu den Aktivitäten der Mitglieder unseres Partners, Interreg Upper Rhine 4.0. Wir bieten massgeschneidertes Mentoring sowie die Möglichkeit, die Weiterentwicklung der Idee mitzufinanzieren. Ausserdem steht den Gewinnern während sechs Monaten im Rahmen eines Acceleratorprogramms ein Co-Working-Space im Switzerland Innovation Park Basel Area kostenfrei zur Verfügung.

Und die Gewinner aus der Kategorie Startup und KMU?

Die Gewinner aus der Kategorie Start-up und KMU profitieren ebenfalls vom Zugang zu unserem Netzwerk sowie jenem von Upper Rhine 4.0. Ausserdem erhalten sie einen Stand am «Salon Industries du Futur Be 4.0 Mulhouse» und werden ein Jahr lang Gratismitglied der SIM (Société Industrielle de Mulhouse). Ein massgeschneidertes Mentoring gehört ebenfalls zum Paket. Ausserdem dürfen sich alle Gewinner an einem Event von Basel Area Business & Innovation präsentieren.

i4Challenge als Richtungsweiser

Im vergangenen Jahr gewann unter anderem die Firma Qiio mit einer IoT-Lösung. Deren CEO sagte in einem Interview, das Mitmachen – und das Gewinnen – bei einer solchen Challenge könne auch aufzeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Welche Antworten hören Sie sonst noch, warum Firmen daran teilnehmen?

Wir stellen fest, dass die Bewertung durch unsere Jury für die Unternehmen als wichtige Standortbestimmung für ihr Industrie 4.0-Vorhaben wahrgenommen wird. Die Rückmeldungen unserer unabhängigen und kompetenten Jury sind ein wichtiger Indikator. Nicht zuletzt profitieren die Teilnehmenden, wenn sie über unsere Kommunikationskanäle an Sichtbarkeit gewinnen, sich besser vermarkten und ihr Netzwerk weiterentwickeln können.

Wir stecken mitten in einer grossen Krise, in der ein Virus die ganze Wirtschaft durchrüttelt. Welchen Einfluss hat diese Krise auf den Award?

Wir befinden uns in einer schwierigen Situation. Trotzdem sind wir überzeugt, dass die aktuelle Lage für die Unternehmen eine gute Gelegenheit ist, neue innovative Lösungen für ihr Unternehmen zu finden und umzusetzen. Jetzt ist der Moment, um die digitale Transformation weiter voranzutreiben. Die Bedürfnisse und die Märkte ändern sich momentan stark. Die Situation muss aus neuen Blickwinkeln beurteilt und analysiert werden. Ein Umdenken ist wichtig, um sich die richtigen Fragen zu stellen und um Innovation zu schaffen.

Bewerbungsformular für die i4Challenge

Wie kann man sich bewerben und bis wann müsste dies geschehen?

Bewerben kann man sich mit einem Onlineformular (Link zum Anmeldeformular i4Challenge). Die Anmeldefrist läuft für Startups und KMU bis zum 17. Juli 2020. Bewerbungen aus der Kategorie «New Ideas» nehmen wir bis zum 2. November 2020 entgegen.

Autor: Eugen Albisser von Technik und Wissen

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